PROJEKT . 
KIRCHE.PURGSTALL
Drei Grundgedanken zum Wettbewerbsentwurf prägen den Gestaltungsansatz für den liturgischen Orte in der Pfarrkirche Purgstall:
Ad a) die räumliche Komponente
Beim Blick auf den Hochaltar steht der strengen Symmetrie des spätgotischen Grundrisses der dreischiffigen Hallenkirche die dominante barocke Kanzel auf der Nordseite des Mittelschiffes entgegen! Dieser außermittigen Kanzel wird eine asymmetrische Komposition – Altar auf der Mittelachse und Ambo schräg versetzt – aus sich zuwendenden und damit ergänzenden Elementen beigestellt und schafft somit für den Betrachter eine ausbalancierte, in sich ruhende Gesamterscheinung!
Ad b) die theologische Komponente
Als Inspirationsquelle dient ein Auszug aus dem Lukasevangelium - worin Jesus Christus beim Abendmahl dem Simon Petrus seinen Auftrag erteilt: [LK 22, 31-32] „Simon, Simon,…stärke deine Brüder.“ Diese Aufforderung an Simon Petrus in Glaubensfragen die Stütze zu sein, wird in der Komposition aus 2 Gesteinen versinnbildlicht - ein reinweißer Marmor liegt tektonisch auf einem lichtdurchlässigen und somit transluzenten Onyx auf!
Ad c) die Komponente der Haptik und Materialität
Dem weißen Marmor von der Insel Thassos als metamorphes Gestein wird der Onyx (Onyxmarmor) mit seiner kryptokristallinen Struktur beigefügt. Bei ähnlichen haptischen Eigenschaften unterscheiden sich die beiden Gesteine wesentlich in ihrer Lichtdurchlässigkeit. Der Onyx wird mit 2 cm Wandstärke ausgeführt und mit weißem Licht hinterleuchtet. Bei allen liturgischen Elementen dieses Entwurfes liegt sowohl an Vorder- wie auch Oberseite zwischen Marmor und transluzentem Onyx ein LED–Lichtband. Die Kante wird mit dem Lichtelement ohne Lichtverlust verlaufend angeordnet. LED-Lichtleiste mit Parameter: Lichtfarbe 4000 k und Lichtwiedergabefaktor 90% -reinweiß!
ORT A-3251 Purgstall an der Erlauf
KONSULTENTEN Diözese St. Pölten
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LINK Diözese St. Pölten
 
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